Donnerstag, 04.02.2010 - 15:05
Security by Publicity
Mein neues Fernsehgerät bietet die Möglichkeit, gewisse EInstellungen
und Programme per PIN zu schützen. Nun gehört es zu den Eigenheiten des
gemeinen Benutzers, eine solche festgelegte PIN dann auch gerne mal zu
vergessen. Damit dann nicht der ausgebildete Fernsehtechniker anrücken
muß, gibt es im Handbuch (frei im Internet verfügbar) in den FAQ
folgenden Hinweis:
Was kann ich unternehmen, wenn ich die PIN vergessen habe?
Verwenden Sie die Master-PIN 1276 und geben Sie dann eine PIN Ihrer Wahl ein. Stellen Sie sicher, dass sonst niemand die Master-PIN nutzt, indem Sie die Bedienungsanleitung weglegen.
Was kann ich unternehmen, wenn ich die PIN vergessen habe?
Verwenden Sie die Master-PIN 1276 und geben Sie dann eine PIN Ihrer Wahl ein. Stellen Sie sicher, dass sonst niemand die Master-PIN nutzt, indem Sie die Bedienungsanleitung weglegen.
Montag, 01.02.2010 - 17:34
Wunderheilung
Eine nette WD Raptor 10krpm SATA 73,4GB Disk:
Die spontane Wunderheilung wurde durch komplettes dd'en der Platte ausgelöst (was dann in der Folge vermutlich zum Sector remapping führte). Die Platte ist aus der Garantie raus, in ein Produktionssystem kommt die mir nicht mehr. Aber als Spoolspace für irgendwelche unwichtigeren Dinge dürfte die noch ganz gute Dienste leisten.
Num Test_Description Status Remaining LifeTime(hours) LBA_of_first_error # 1 Extended offline Completed without error 00% 600 - # 2 Short offline Completed without error 00% 599 - # 3 Extended offline Completed: read failure 10% 598 144523362 # 4 Short offline Completed: read failure 10% 598 144523362 # 5 Short offline Completed: read failure 10% 598 144523362
Die spontane Wunderheilung wurde durch komplettes dd'en der Platte ausgelöst (was dann in der Folge vermutlich zum Sector remapping führte). Die Platte ist aus der Garantie raus, in ein Produktionssystem kommt die mir nicht mehr. Aber als Spoolspace für irgendwelche unwichtigeren Dinge dürfte die noch ganz gute Dienste leisten.
Montag, 01.02.2010 - 11:28
Das ganze Leben ist ein Spiel...
Ich lese gerade bei heise
folgenden lustigen Teaser:
Wer seine Steuererklärung per ELSTER über das Internet vor dem 31. Mai einreicht, kann in einigen Bundesländern an der Verlosung von Sachpreisen teilnehmen.
Wird die nächste Bundesregierung dann vielleicht auch einfach bei RTL2 gecastet? Können wir demnächst Leute per SMS Gewinnspiel aus Gefängnissen rauswählen?
Wer seine Steuererklärung per ELSTER über das Internet vor dem 31. Mai einreicht, kann in einigen Bundesländern an der Verlosung von Sachpreisen teilnehmen.
Wird die nächste Bundesregierung dann vielleicht auch einfach bei RTL2 gecastet? Können wir demnächst Leute per SMS Gewinnspiel aus Gefängnissen rauswählen?
Montag, 18.01.2010 - 12:19
Bananen, überall Bananen
Die FDP biedet sich bei den Hoteliers an und stellt STeuergeschenke in
Aussicht. Es zeichnet sich im Wahlkampf die Möglichkeit einer
Schwarz-Gelben Koalition ab. Die FDP und die CSU werden aus dem
Hotelgewerbe mit umfangreichen Parteispenden bedacht. Kurz nach
Amtsantritt der Koalition wird aus heiterem Himmel die Senkung des
Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen beschlossen.
Der FDP-Chef findet es "absurd", hier einen Zusammenhang zu sehen.
Und die Opposition verlangt die Rückzahlung der Spende, nicht etwa die Rücknahme der umstrittenen Entscheidung. Ist ja auch klar, dem Lobbyverband, der einem selbst in Zukunft vielleicht auch mal ein wenig Geld rüberwachsen läßt, dem pißt man lieber nicht an Bein.
Ich glaub, ich investier in Bananen. Scheint ein großer Renner zu sein in dieser Republik.
Der FDP-Chef findet es "absurd", hier einen Zusammenhang zu sehen.
Und die Opposition verlangt die Rückzahlung der Spende, nicht etwa die Rücknahme der umstrittenen Entscheidung. Ist ja auch klar, dem Lobbyverband, der einem selbst in Zukunft vielleicht auch mal ein wenig Geld rüberwachsen läßt, dem pißt man lieber nicht an Bein.
Ich glaub, ich investier in Bananen. Scheint ein großer Renner zu sein in dieser Republik.
Freitag, 27.11.2009 - 20:25
Erstaunliche nichtmal-100-Tage Bilanz
Der Arbeitsminister Jung tritt zurück, obwohl er sich völlig unschuldig
fühlt, denn ihm wurden ja die Berichte über die zivilen Opfer in seinem
Ministerium ja einfach vorenthalten. Spannend. Zum einen kann ich mir
kaum vorstellen, daß bei einer derart kritischen und stark öffentlich
diskutierten Aktion ausgerechnet der Verteidigungsminister nichts von
den Erkenntnissen der Feldjäger wußte. Und wenn das wirklich so
wahr, dann ist das mindestens ein genauso guter Grund - denn dann würde
das eine erhebliche Unfähigkeit in Bezug auf eine leitende Postion,
zumal in so wichtigen Ämtern, bedeuten. Nachfolgen wird Herrn Jung
übrigens die Frau von der Leyen, der man so ermöglicht, sich heimlich
still und leise vor einer drohende Schalppe ihrer Zensurvorhaben
davonzuschleichen.
Womit wir auch schon beim nächsten spannenden Thema des Tages wären. Der Herr Koch hat erfolgreich einen mißliebigen Journalisten abgesägt, Herr Brender vom ZDF muß gehen. Kurz nach einer Wahl, kurz nach einem Regierungswechsel, wird eine leitende und richtungsbestimmende Personalie bei einem der größten Sender des Landes anders besetzt. So, wie man sich bei den von Verfassungs wegen unabhängigen Medien vorstellt. Wie zum Hohn tanzt die politische Elite heute Abend übrigens auf dem Bundespresseball. Schöner Zufall.
Beharrliches Schweigen von Seiten der Regierung zur Veröffentlichung erstaunlicher Passagen der Verträge zur LKW-Maut. Wer sich bisher gefragt hat, warum soetwas vor dem Steuerzahler, der den Hokus-Pokus ja schließlich bezahlt, dringend geheimgehalten werden mußte, der dürfte jetzt die Antwort finden. Da haben große Firmen, zufällig die Art von Firmen, die scheidenden Ministern und Staatssekretären auch gerne mal einen netten Posten zur Verfügung stellt, Konditionen bekommen, für die das Wort lukrativ kaum noch eine hinreichende Beschreibung darstellt. Von geradezu hirnerweichenden Details zu Gutachterprüfungen technischer Details mal abgesehen.
Und spannend wird auch die demnächst wohl fällige Erklärung, warum irgendwelche Amerikaner auf mein Konto schauen dürfen.
Somit geben allein die Themen dieser Woche schon einiges für eine erstaunliche 100-Tage-Bilanz unserer neuen Regierung her. Überrascht bin ich allerdings mitnichten.
Womit wir auch schon beim nächsten spannenden Thema des Tages wären. Der Herr Koch hat erfolgreich einen mißliebigen Journalisten abgesägt, Herr Brender vom ZDF muß gehen. Kurz nach einer Wahl, kurz nach einem Regierungswechsel, wird eine leitende und richtungsbestimmende Personalie bei einem der größten Sender des Landes anders besetzt. So, wie man sich bei den von Verfassungs wegen unabhängigen Medien vorstellt. Wie zum Hohn tanzt die politische Elite heute Abend übrigens auf dem Bundespresseball. Schöner Zufall.
Beharrliches Schweigen von Seiten der Regierung zur Veröffentlichung erstaunlicher Passagen der Verträge zur LKW-Maut. Wer sich bisher gefragt hat, warum soetwas vor dem Steuerzahler, der den Hokus-Pokus ja schließlich bezahlt, dringend geheimgehalten werden mußte, der dürfte jetzt die Antwort finden. Da haben große Firmen, zufällig die Art von Firmen, die scheidenden Ministern und Staatssekretären auch gerne mal einen netten Posten zur Verfügung stellt, Konditionen bekommen, für die das Wort lukrativ kaum noch eine hinreichende Beschreibung darstellt. Von geradezu hirnerweichenden Details zu Gutachterprüfungen technischer Details mal abgesehen.
Und spannend wird auch die demnächst wohl fällige Erklärung, warum irgendwelche Amerikaner auf mein Konto schauen dürfen.
Somit geben allein die Themen dieser Woche schon einiges für eine erstaunliche 100-Tage-Bilanz unserer neuen Regierung her. Überrascht bin ich allerdings mitnichten.
Donnerstag, 05.11.2009 - 14:39
Zurücklehnen und genießen
Ein seltsamer Zufall war es, der kurz nach der Bundestagswahl die sicher
geglaubte Rettung von Opel platzen ließ. Aber seien wir doch mal
ehrlich, lebensverlängernde Maßnahmen bei dem Tode Geweihten sind doch
eh moralisch fragwürdig.
Die Chinesen spielen mit dem Wetter - und verpatzen es glamourös. Verkehrschaos, frierende Bürger, ausgefallene Flüge. Wobei allein das Staatliche Amt für Wetterbeeinflussung schon eine Erfindung von Ed Wood sein könnte.
Und die Bundesnetzagentur hatte die glänzende Idee, die bestandsdaten der Provider an zentraler Stelle zsuammenzuführen. Ich finde die Idee hervorragend, denn die GEZ-Datenbank enthält nun einfach mal keine E-Mail-Adressen. Da muß man schon nachlegen und eine weitere Quelle für massiven Datenmißbrauch schaffen.
Zurücklehnen, Lächeln aufsetzen und genießen.
Die Chinesen spielen mit dem Wetter - und verpatzen es glamourös. Verkehrschaos, frierende Bürger, ausgefallene Flüge. Wobei allein das Staatliche Amt für Wetterbeeinflussung schon eine Erfindung von Ed Wood sein könnte.
Und die Bundesnetzagentur hatte die glänzende Idee, die bestandsdaten der Provider an zentraler Stelle zsuammenzuführen. Ich finde die Idee hervorragend, denn die GEZ-Datenbank enthält nun einfach mal keine E-Mail-Adressen. Da muß man schon nachlegen und eine weitere Quelle für massiven Datenmißbrauch schaffen.
Zurücklehnen, Lächeln aufsetzen und genießen.
Mittwoch, 08.07.2009 - 23:00
Wegen der Kinder...
Es ist früh morgens und eigentlich will ich nur ins Büro kommen. Doch
schon direkt vor der Haustür fangen die Probleme an, ich kann mit dem
Rad nicht auf die Straße, denn dort herrscht dichter Verkehr. Ich kann
auch nicht den Fußweg benutzen, denn der ist voller Kinder. Ich kriege
es irgendwie hin, mich auf die Straße zu drängeln. Eine einspurige
Einbahnstraße, Wohngebiet. Genervte Blicke hinter mir. Dabei würde ich
ja mehr als 5 km/h fahren, wenn es denn ginge.
Am Ende der Straße ist eine Schule. Eine Grundschule, um genau zu sein. Vor mir ein SUV, hinter mir ein VW-Bus. Der Verkehr gerät völlig ins Stocken. Ich nutze die Gelegenheit, mich langsam am SUV vorbeizuschleichen. Als ich in Höhe des Fahrers bin fährt der los. Wär ja auch katastrophal, wenn er die 4 Meter jetzt nicht noch nach vorn gefahren wäre. Also genau jetzt.
Noch ein SUV. Steht da, der Motor läuft. Drinnen Abschiedsszenen, als ginge es auf eine Weltreise. Ich versuche vorbeizukommen. Mein Versuch wird jäh gestoppt, als direkt vor mir die Fahrertür aufgeht. Was mir einfiele, hier jetzt durchzurasen? RASEN? Ich habe nichtmal die Füße auf den Pedalen bei dem Versuch an der fetten Karre vorbeizukommen! Es sei ja auch wegen der Kinder.
Na klar. Wegen der Kinder.
Du blöde Bratze stehst da, läßt den Motor von Deiner viel zu großen Karre mit Auspuff in Kindernasenhöhe laufen und erzählst mir, es sei ja nur wegen der Kinder.
Die Straße ist voll mit riesigen Autos. Voll von Dieselruß, voll von Benzoldämpfen, voll mit unübersichtlichen, tonnenschweren Vehikeln. Wegen der Kinder.
Das ist eine Grundschule. Davon gibt es hier eine Menge. Und die haben Einzugsbereiche, die klein genug sind, daß man nicht mit dem Auto dahin fahren muß.
Für die Bequemlichkeit mal eben um die Ecke fahren. Nur wegen der Kinder.
Direkt vor der Schule stehen bleiben, damit die fetten Gören keinen Meter zu weit laufen müssen. Ist auch nur wegen der Kinder. Und sich wundern, daß die noch fetter werden.
Stehenbleiben, Straße versperren, an niemand sonst denken. Bloß nicht gucken, ob da noch jemand kommt. Wegen der Kinder. Und sich wundern, was für eine asoziale Brut man da heranzieht.
Ich hab Euch so satt, ihr dummen Idioten, das könnt ihr Euch kaum vorstellen. Und das nicht wegen der Kinder.
Am Ende der Straße ist eine Schule. Eine Grundschule, um genau zu sein. Vor mir ein SUV, hinter mir ein VW-Bus. Der Verkehr gerät völlig ins Stocken. Ich nutze die Gelegenheit, mich langsam am SUV vorbeizuschleichen. Als ich in Höhe des Fahrers bin fährt der los. Wär ja auch katastrophal, wenn er die 4 Meter jetzt nicht noch nach vorn gefahren wäre. Also genau jetzt.
Noch ein SUV. Steht da, der Motor läuft. Drinnen Abschiedsszenen, als ginge es auf eine Weltreise. Ich versuche vorbeizukommen. Mein Versuch wird jäh gestoppt, als direkt vor mir die Fahrertür aufgeht. Was mir einfiele, hier jetzt durchzurasen? RASEN? Ich habe nichtmal die Füße auf den Pedalen bei dem Versuch an der fetten Karre vorbeizukommen! Es sei ja auch wegen der Kinder.
Na klar. Wegen der Kinder.
Du blöde Bratze stehst da, läßt den Motor von Deiner viel zu großen Karre mit Auspuff in Kindernasenhöhe laufen und erzählst mir, es sei ja nur wegen der Kinder.
Die Straße ist voll mit riesigen Autos. Voll von Dieselruß, voll von Benzoldämpfen, voll mit unübersichtlichen, tonnenschweren Vehikeln. Wegen der Kinder.
Das ist eine Grundschule. Davon gibt es hier eine Menge. Und die haben Einzugsbereiche, die klein genug sind, daß man nicht mit dem Auto dahin fahren muß.
Für die Bequemlichkeit mal eben um die Ecke fahren. Nur wegen der Kinder.
Direkt vor der Schule stehen bleiben, damit die fetten Gören keinen Meter zu weit laufen müssen. Ist auch nur wegen der Kinder. Und sich wundern, daß die noch fetter werden.
Stehenbleiben, Straße versperren, an niemand sonst denken. Bloß nicht gucken, ob da noch jemand kommt. Wegen der Kinder. Und sich wundern, was für eine asoziale Brut man da heranzieht.
Ich hab Euch so satt, ihr dummen Idioten, das könnt ihr Euch kaum vorstellen. Und das nicht wegen der Kinder.
Dienstag, 30.06.2009 - 15:12
Symptome behandeln, nicht Ursachen
Aus der Politik kennen wir das ja. Ich sag nur: Lieber ein Stoppschild,
als Kinderporno-Sites offline zu nehmen.
Ganz im Trend der Zeit liegt jetzt auch die Berliner Polizei. Ich zitiere mal aus einer Pressemitteilung, zunächst den ersten Satz:
"Zur Optimierung der Entgegennahme von Notrufen richtet die Berliner Polizei am 15. Juli eine Bandansage ein."
Ah, ja, klar. Entlastenderweise muß man sagen, daß danach ein paar Erklärungen folgen. Das Grundproblem, daß man beim Notruf warten muß bleibt allerdings unangetastet.
Das Folgende kann durch nichts bewiesen werden und ist dem mir innewohnenden Sarkasmus geschuldet:
Ich könnte wetten, die technischen Änderungen an dem System durch die bekantnen Auftragsnehmer und Ausschreibungsgewinner, die immer in solchen Fällen die Technik bauen, haben so viel Geld gekostet, daß man davon für die nächsten sieben Jahre auch einfach fünf Leute mehr hätte Anrufe entgegennehmen lassen können.
Wie dem auch sein mag, auch der Abschluß der Pressemitteilung läßt mich etwas schmunzeln. Nur mal so als Vorbetrachtung: Kulturell betrachtet hat sich das Ampel-Prinzip ja durchgesetzt. Bei "grün" ist alles in Butter, bei "gelb" muß man schonmal aufpassen und bei "rot" isses irgendwie kritisch.
"Um Wartezeiten für Hilfesuchende zu verkürzen, werden die Polizisten in der Notrufzentrale informiert, sobald ein Anrufer länger als 40 Sekunden warten muss. Dann verfärbt sich ein Button auf dem Annahmebildschirm von Rot auf Gelb."
Na, wenn jemand solange am Notruf überlebt hat, dann kann's halt einfach nicht so dringend sein.
Ganz im Trend der Zeit liegt jetzt auch die Berliner Polizei. Ich zitiere mal aus einer Pressemitteilung, zunächst den ersten Satz:
"Zur Optimierung der Entgegennahme von Notrufen richtet die Berliner Polizei am 15. Juli eine Bandansage ein."
Ah, ja, klar. Entlastenderweise muß man sagen, daß danach ein paar Erklärungen folgen. Das Grundproblem, daß man beim Notruf warten muß bleibt allerdings unangetastet.
Das Folgende kann durch nichts bewiesen werden und ist dem mir innewohnenden Sarkasmus geschuldet:
Ich könnte wetten, die technischen Änderungen an dem System durch die bekantnen Auftragsnehmer und Ausschreibungsgewinner, die immer in solchen Fällen die Technik bauen, haben so viel Geld gekostet, daß man davon für die nächsten sieben Jahre auch einfach fünf Leute mehr hätte Anrufe entgegennehmen lassen können.
Wie dem auch sein mag, auch der Abschluß der Pressemitteilung läßt mich etwas schmunzeln. Nur mal so als Vorbetrachtung: Kulturell betrachtet hat sich das Ampel-Prinzip ja durchgesetzt. Bei "grün" ist alles in Butter, bei "gelb" muß man schonmal aufpassen und bei "rot" isses irgendwie kritisch.
"Um Wartezeiten für Hilfesuchende zu verkürzen, werden die Polizisten in der Notrufzentrale informiert, sobald ein Anrufer länger als 40 Sekunden warten muss. Dann verfärbt sich ein Button auf dem Annahmebildschirm von Rot auf Gelb."
Na, wenn jemand solange am Notruf überlebt hat, dann kann's halt einfach nicht so dringend sein.
Mittwoch, 10.06.2009 - 14:58
Der Datenwahnsinn geht weiter...
Gerade lese ich, daß die Grünen die Idee hatten, daß es einen
Auskunftsanspruch für Im rahmen der Vorratsdatenspeicherung angefallenen
Daten geben müsse.
So sehr ich die Argumentation mit der informationellen Selbstbestimmung nachvollziehen kann, so wenig kann ich mich mit dem Gedanken an sich anfreunden. Die SPeicherung dieser sensiblen Informationen überhaupt stellt schon ein kapitales Risiko dar - dort jetzt weitgehende Schnittstellen über einen Kundensupport bis hin zum Endkunden zu schaffen und diese Daten für jeden lesbar aufzubereiten öffnet ein Einfallstor für Datenmißbrauch, das kaum zu beherrschen ist.
Kommen in der bisherigen Regelung nur wenige Personen überhaupt an diese Daten heran, so müßte man nun Zugriffe für tausende von Servicemitarbeitern schaffen - wir erinnern uns, genau so fing der Skandal um die Telekom-Kundendaten an.
Weiter gedacht könnte man sich fragen, wie die Auskunftsansprüche bei Mehrpersonenhaushalten geregelt sind, bei denen über einen einzigen Anschluß ja mehrere Leute zugreifen; ein Fall, der schon bei derzeitigen Ideen, daß eine IP-Adresse mit einer Person zu verknüpfen sei fernab der Realität behandelt wird.
Also bitte, schafft die Vorratsdatenspeicherung ab, bündelt dort Eure Energien, aber kommt nicht mit Ideen, die die Gefahren dieses Schwachsinns weiter maximieren.
So sehr ich die Argumentation mit der informationellen Selbstbestimmung nachvollziehen kann, so wenig kann ich mich mit dem Gedanken an sich anfreunden. Die SPeicherung dieser sensiblen Informationen überhaupt stellt schon ein kapitales Risiko dar - dort jetzt weitgehende Schnittstellen über einen Kundensupport bis hin zum Endkunden zu schaffen und diese Daten für jeden lesbar aufzubereiten öffnet ein Einfallstor für Datenmißbrauch, das kaum zu beherrschen ist.
Kommen in der bisherigen Regelung nur wenige Personen überhaupt an diese Daten heran, so müßte man nun Zugriffe für tausende von Servicemitarbeitern schaffen - wir erinnern uns, genau so fing der Skandal um die Telekom-Kundendaten an.
Weiter gedacht könnte man sich fragen, wie die Auskunftsansprüche bei Mehrpersonenhaushalten geregelt sind, bei denen über einen einzigen Anschluß ja mehrere Leute zugreifen; ein Fall, der schon bei derzeitigen Ideen, daß eine IP-Adresse mit einer Person zu verknüpfen sei fernab der Realität behandelt wird.
Also bitte, schafft die Vorratsdatenspeicherung ab, bündelt dort Eure Energien, aber kommt nicht mit Ideen, die die Gefahren dieses Schwachsinns weiter maximieren.
Mittwoch, 06.05.2009 - 14:25
Petition gegen Websperren
Es haben schon tausende andere gepostet, geblogt und verlinkt ...
Trotzdem, weil es wichtig ist, auch an dieser Stelle noch mal:
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