GPS

  • Marke: Garmin
  • Typ: Monterra
  • Stromversorgung: 12V via Forumslader, USB/LiIon/AA alternativ
  • Halterung: Bikertech/Garmin + eigene Modifikation

Da es auf dem Liegerad generell und mit dem Untenlenker im Speziellen wenig Möglichkeiten gibt, beim Fahren eine Karte im Blickfeld zu befestigen, ist ein GPS mit Kartenfunktion nahezu unvermeidlich.

Für mich sprachen viele Gründe für das Garmin Monterra:

  • Nutzung freier OpenStreetMap Karten möglich
  • Robust und wasserdicht
  • Autoroutingfähig
  • Höhenprofile mit barometrischem Höhenmesser
  • ANT+ (HF, Temperatursensor, Kadenz)
  • Android + WLAN

Als Kartenmaterial benutze ich derzeit komplett die Velomap Europa. Die Qualität der Karte schwankt zwischen den Regionen zwar etwas, im westeuropäischen Fahrtengebiet ist sie mittlerweile gut, viele gerade für das Radfahren interessante Details sind verzeichnet, die Wegequalität ist in der Regel gut erkennbar und auch kleine und Nebenstrecken sind nutzbar. Das Autorouting funktioniert mit den passenden Einstellungen über kurze bis mittlere Strecken hinreichend gut, um auch abseits der Vorplanung spontan Ziele anzusteuern. Leidglich die Adresssuche ist, den zugrunde liegenden OSM-Daten geschuldet – oft noch ungenau oder hakelig.

Ein Android-basiertes Navigationssystem bietet für mich den Vorteil, daß neben den Garmin-Karten im Zweifel auch eine Navgiation über Google Maps möglich ist (zum Beispiel direkt aus Websuchen oder Hotelbuchungsapps heraus) sowie OSMAnd mit Offline-Karten zur Verfügung steht, die unterwegs – Datenvolumen bzw. WLAN vorausgesetzt – leichter nachgeladen werden können.

Zudem laufen auf dem Navi dann zusätzliche Apps wie zum Beispiel RegenAlarm, das vor nahendem Regen warnt und Zugriff auf das Radarbild bietet oder die App zum Forumslader, mit der ein detailliertes Energiemanagement möglich ist.

Nachteil des Monterra ist die veraltete Android-Version (4.0.4), die in weiten Teilen als nicht mehr sicher gelten kann und somit nur bedingt für direkten Webzugriff geeignet ist sowie die allen nicht speziellen Fahrradnavis von Garmin auferlegte Beschränkung, daß die Daten eines ANT+ Geschwindigkeitssensors nicht ausgewertet werden, was speziell im Wald oder bei Tunnelfahrten sehr schade ist. Daß das Monterra keine eigene Mobilfunkeinheit hat, ist durch den WLAN-AP des Smartphones o.ä. verschmerzbar.

Gegenüber einem Smartphone ist das zwar gering auflösende, aber transflektive Display des Monterra ein Vorteil, da es auch bei voller Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Zudem ist die Anbindung eines externen Temperatursensors, der am Fahrrad an geeigneter Position angebracht ist, von Vorteil sowie die Robustheit des Gerätes.

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