Berliner Fahrradschau – Holz

Neu ist das Thema vielleicht nicht ganz, aber der Werkstoff Holz erobert immer mehr Raum im Fahrradbau und auf der Fahrradschau. Gab es vor einigen Jahren nur vereinzelt Applikationen und einige Bambusräder, so sind heute diverse Anbieter vertreten, die sich dem Thema vollständig verschrieben haben.

Bikeologic
Bikeologic

Interessant sind für mich die unterschiedlichen Formen. Bikeologic orientiert sich eher am Design von Laufrädern für Kinder, fertigt dafür ander bis hin zum Lenker, Gepäckträger und der Gabel aus Holz.

MyEsel
MyEsel

Die Firma MyEsel nutzt die Verbindung von Holz und herkömmlichen Komponenten und sieht neben den Materialeigenschaften vor allem die individuelle Anfertigung angepasster Rahmengrößen als großen Vorteil.

XXXteam
XXXteam

Wieder andere, wie aceTeam Berlin, bieten klassische Rahmenformen, teils als E-Bike wahlweise aus lokalen Materialien (vorwiegend Esche, teils Birke) oder aus Bambus, wobei die Rahmen dann in den Herkunftsländern hergestellt werden.

Griffe aus Holz oder Naben mit Holzfurnier gibt es, um die Optik abzurunden oder sein herkömmliches Rad damit optisch aufzuwerten.

Berliner Fahrradschau – 1st Impression

Gefühlt wächst die Messe, das viele Englisch um einen herum wirkt auch mächtig international. Bewusst hatte ich mir den Freitag Abend für einen ersten Überblick gewählt, in der Hoffnung, es sei ruhiger als am Samstag. Leer ist es nicht, aber die Fahrradschau ist hinreichend aufgelockert gebaut, so dass es nicht überlaufen wirkt. Wie es am Samstag aussieht, wird im nächsten Post verraten.

8bar bikes auf der Fahrradschau
8bar bikes auf der Fahrradschau

Die Fahrradschau ist eine hippe Messe. Lifestyle und wirklich schöne Fahrräder ziehen das entsprechende Publikum an, wer sich mehr für Technik als für Style interessiert kommt dennoch mittlerweile halbwegs auf seine Kosten.

Neben einem Überblick über die Stände traf ich mich noch mit einem Freund, gemeinsam genossen wir die entspannte Atmosphäre und sahen noch den Vortrag Cairo2Cape von Michael Strasser.

Kleineres Gepäck mit größerer Tasche

Voraussichtlich wird dieses Jahr eher mehrere kurze Touren bringen, die ursprüngliche Idee einer dreiwöchigen Tour mit kleinem Gepäck muss aller Wahrscheinlichkeit nach auf das kommende Jahr verschoben werden. Als die Idee einer langen, knackigen Tour im letzten Jahr entstand, plante ich, mit leichterem und kleinerem Gepäck auf Tour gehen. Um das möglichst effizient zu gestalten, wünschte ich mir zu Weihnachten eine neue Tasche.

Radical Extended (Seitenansicht)
Radical Extended (Seitenansicht)

Bisher fuhr ich ja Tages- und Feierabendtouren mit meiner kleinen Radical-Gepäckträgertasche. Diese ist zwar nicht wasserdicht, aber klein, leicht und unheimlich praktisch. Aber für viel mehr als bestenfalls eine Wochenend-Hoteltour ist da auch kein Platz (die PBP- und LEL-Fahrer unter meinen Lesern fallen an dieser Stelle vor Lachen vom Stuhl). Die kleinen Ortliebs sind dann schon wieder zu groß, zumal ich sie ungern einseitig fahre, wenn auf längeren Touren dann auch Schloß und Werkzeug mit dabei sein müssen. Was in der Ausrüstung fehlte, war der Mittelweg. Und diesen habe ich nun mit der Radical Design Toptasche Extended.

Radical Extended (von schräg vorn)
Radical Extended (von schräg vorn)

Diese bietet mehr Platz, ist aber schmal hinter dem Sitz. Im Gegensatz zur kleinen Radical wird sie mit zusätzlichen Gurten am Gepäckträger befestigt und rutscht so nicht so leicht auf die Seite. Sie bietet zwei leicht zugreifbare Flaschenfächer an den Seiten. Wie die meisten anderen Taschen von Radical Design ist sie nicht wasserdicht, auf längeren Touren mit nicht vorhersehbarem Wetter werde ich also mit einer wasserdichten Innentasche (ich bin kein Fan von Plastiktüten) hantieren müssen, das schafft allerdings auch ein wenig zusätzliche Ordnung.

Ich werde die Tasche zunächst nun also auf kleineren Touren testen müssen, ob sie meine Ansprüche erfüllen kann und die Praxis der Theorie entspricht. Als angenehm empfinde ich, dass die Tasche aerodynamisch günstig komplett hinter dem Sitz verschwindet, im Gegenzug wandert natürlich der Schwerpunkt gegenüber der Nutzung von Seitentaschen nach oben.

Blogpause … bald vorbei

Das Blog hat eine lange Pause gemacht. Natürlich bin ich zwischendurch auf meinen alltäglichen Strecken mit dem Rad unterwegs gewesen, aber spannende Reisen gab es nicht in der Wintersaison. Das Wetter wird besser, die vielen Dinge in anderen Bereichen des Lebens, die mich in den letzten Monaten in Anspruch nahmen, beginnen sich zu ordnen. Und die Berliner Fahrradschau steht natürlich auch vor der Tür, die ich als Anlass für mich nehme, wieder mehr Engagement in meine Touren und das Thema Fahrrad an sich zu stecken.

Ich bin wieder da 🙂

ADFC Sternfahrt 2016

Am ersten Juni-Sonntag war es traditionell wieder soweit: Die ADFC Sternfahrt stand an, nach Angaben der Organisatoren die weltgrößte Fahrrad-Demo, die ihre vierzigste Auflage in diesem, Jahr feierte. Ebenso traditionell gehen die Angaben über die Zahl der Teilnehmer auseinander – viele waren es auf jeden Fall.

Ich traf mich mit ein paar anderen Liegeradlern zunächst in Spandau, um zum Startpunkt Werder weiter zu fahren. Von dort ging es dann in Richtung Berliner Innenstadt. Zunächst war das Wetter wunderbar, warm und sonnig. Ab Werder fuhr der Tross sehr langsam – ungleich dem, was man von den Startpunkten in Berlin gewohnt ist, schienen die Brandenburger Polizisten nicht ganz so versiert. Ab Potsdam wurde es dann aber besser.

Die erste kurze Husche erwischte uns dann in Nikolassee beim Warten auf die Auffahrt auf die AVUS. Die AVUS selbst konnten wir bei bestem Wetter genießen, aber die drohenden Wolken ließen nichts gutes erahnen. Und so kam dann auch der Wolkenbruch am Dreieck Funkturm. Die Plätze unter den Brücken waren besetzt – und bei Startkregen und schmerzendem Hagel konnte auch meine kleine Sommerregenjacke nicht viel ausrichten – ich entschloß mich aufgrund des Wetters dann zur Heimfahrt per S-Bahn, bis auf die Unterhose durchgeweicht – aber Spaß dabei.