Kocher

  • Marke: Optimus
  • Typ: Nova Plus
  • Art: Benzinkocher (Multifuel)
  • Gewicht: ca. 430g
  • Packmaß: 90mm x 65mm x130mm
  • Tank: 0,6 Liter Primus Aluflasche

Vorteile gegenüber Gaskochern:

  • Treibstoff ist überall verfügbar (Benzin, Diesel, Kerosin, Petroleum)
  • Benzinkocher sind in der Regel schneller
  • Treibstofflasche paßt in Trinkflaschenhalter
  • (der Betrieb bei extremen Minusgraden und in großen Höhen fällt für mich nicht ins Gewicht)

Nachteile gegenüber Gaskochern:

  • Aufwändigeres Handling
  • Lautstärke

Natürlich gibt es noch Omnifuel-Kocher, die sowohl Gas als auch Benzin verbrennen können. Die ganze Einfachkeit der Bedienung reiner Gaskartuschenkocher erreichen diese jedoch auch nicht, die Vorteile machen den üblicherweise vorhandenen Preisunterschied nicht wett.

Im Praxiseinsatz wird man in der Regel versuchen, soweit als möglich Reinbenzin (Waschbenzin, white fuel) zu verwenden, da man weniger Ärger mit dem Verdrecken der Düse durch Rückstände hat. Aufgrund des geringen Verbrauchs bin ich bis jetzt mit der 0,6-Liter-Flasche durch meine Touren immer durchgekommen. In halbwegs zivilisierten Gebieten bekommt man Treibstoff im Baumarkt oder der Drogerie, notfalls in der Apotheke. Das ist etwas teurer als der Sprit an der Tankstelle, erspart einem aber Aufwand.

Zu den genannten Nachteilen: Aufwändigeres Handling bedeutet neben der allgemeinen Bedienung, daß Benzinkocher vorgeheizt werden müssen. Dazu läßt man ein wenig Treibstoff auf ein Kissen laufen und mit lodernder Flamme die Düse bzw. Brennkammer vorheizen. Das ist definitiv nichts, was man in der Apsis seines Zeltes tun möchte und auch unter meinem Tarp tue ich mich da schwer. Bei Regen muß man also sehen, wo man bleibt (wenn das Ding erstmal läuft ist die Flamme nicht größer als beim Gaskocher). Auch nach unten wird der Kocher warm. Ein trockener Wald oder eine sonnengetrocknete Wiese sind sowieso keine guten Plätze für offenes feuer, mit einem Benzinkocher aber definitiv zu meiden. Was die Lautstärke angeht: Wir reden nicht von ohrenbetäubendem Lärm, aber schon von etwas, was der Zeltnachbar vielleicht als störend empfindet, wenn er schlafen möchte. Man sollte im Zweifel genug Wasser warm machen, um eventuelle Nachbarn auch gleich mit warmen Tee besänftigen zu können.

Speziell zum Optimus bleibt zu sagen: Den Kocher immer abstellen, indem man die Flasche um 180° dreht. Dann brennt der Restsprit aus der Leitung und der Druck entweicht (geringere Gefahr der Verschmutzung). Zudem setzt sich sonst gerne die Stellschraube beim Abkühlen in der geschlossenen Position fest, ärgerlich, wenn man das nächste mal etwas kochen will. Das „kleine“ Säubern mit der magnetnadel ist einfach und schnell getan, wenn es doch mal etwas dreckiger wird, dann ist das Gerät mit dem beiliegenden Multiwerkzeug schnell und einfach in seine EInzelteile zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen.

Ein Gedanke zu „Kocher“

  1. Ich verwende meinen Benziner seit fast 10 Jahren vorwiegend mit Tankstellenbenzin. Nachteil: stinkt etwas mehr und der Kocher braucht etwas mehr Pflege. Vorteile: billig und wirklich überall zu bekommen. Hatte da so meine Erfahrungen mit Ventilkartuschennachschub in Griechenland… 🙁

    Viel Dreck verhindert man, wenn man beim Ausmachen einen heißen Topf drauf stehen lässt. So bleibt mehr Wärme am Flammenring und es verbrennt noch mehr Sprit. Immer dabei hab ich einen Schmutzlappen für den Kocher und Werkzeug oder Multitool hat man bei Radtouren sowieso dabei. Nach der letzten Tour im Jahr wird der Kocher einmal zerlegt, gesäubert und mit WD40 konserviert und gut. Ich hab dieses Jahr (nach neun Jahren intensiven Gebrauch), das erste Mal Dichtungen ausgetauscht. Vorher hab ich irgendwann mal ein gebrochenes Kocherbein ausgetauscht, das hat sich aber durch unsachgemäßes Runterschmeißen und viel Pech zerlegt.

    Alle Multi-Brennstoffkocher sind Brüllaffen, wer aber mit einer kleineren Brennstoffauswahl (Benzin, Petroleum) leben kann, ist mit dem MSR Whisperlite gut bedient und der ist wirklich leise (nicht wesentlich lauter als ein Gaskocher im Wind).

    Ich bin mit meinem Whisperlite sehr zufrieden. Es gab noch nie eine Situation, in der ich kein Benzin hätte auftreiben können und den Anschaffungspreis des Kochers plus Ersatzteile hab x-fach raus durch Ersparnis gegenüber Gas. Ich hab die fast-1-Liter Brennstoffflasche und kann damit für zwei Personen etwa eine Woche lang frisch Kochen (Gemüse und so…) und viel Tee bereiten.

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