Das Herz

Heute war mein Termin beim Kardiologen. Ich durfte dort auf dem Ergometer pedalieren und bei wachsender Belastung Puls und Blutdruck messen lassen. Gleichzeitig konnte ich per Ultraschall meinem Herz bei der Arbeit zuschauen. Das Ergebnis ist absolut beruhigend: Keine strukturellen Schäden, keine Probleme bei Belastung. Damit dürfte klar sein, daß meine zwischenzeitlichen Probleme wirklich vom Rücken herrührten, mittlerweile spür ich das auch schon fast nicht mehr. Nur wegen des nun zweimal leicht erhöhten Blutdrucks muß ich wohl nochmal eine 24-Stunden-Blutdruckmessung machen, der Kardiologe vermutet eine situative Erghöhung, sprich die Anspannung beim Arzt und kein wirkliches Problem. Und selbst wenn, alles unterhalb des behandlungsbedürftigen Bereiches.

Was ich lustigerweise aus der Tabelle des Arztes mitnehmen konnte war, daß die Wattzahlen und der zugehörige Puls in starker Übereinstimmung mit dem stehen, was mein Rollentrainer so angibt. Ich gehe also mal davon aus, daß die gefahrenen Wattzahlen nicht absolute Phantasiewerte meines Tacx sind, sondern ziemlich realitätsnah. Cool!

Platter am Aufrechtrad

Nachdem es mein Vorderrad am Liegerad ja schon zweimal erwischt hatte, war diesmal das Vorderrad vom Upright dran. Zwischen al dem Schnee und Eis auf den Straßen tarnte sich der Glassplitter recht gut und durchschlug den Pannenschutz meines Reifens, so daß ein neuer Schlauch fällig wurde. Die Beschädigung des Mantels hielt sich erstaunlicherweise in Grenzen, so daß ich den vorläufig wohl noch ein paar Kilometer fahren kann.

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Vorsätze für das neue Jahr

Eigentlich bin ich kein großer Freund, zum neuen Jahr irgendwelche Vorsätze ins Spiel zu bringen. Aber mit dem großen Ziel für das Jahr 2010 (Nordkapp) vor Augen dachte ich mir, daß kleinere Ziele für dieses jahr im Rahmen der Vorbereitungen ja schon gar nicht so abwegig seien.

Einer der Vorsätze ist regelmäßiges Training, um im Winter nicht die Fitness des Sommers zu verlieren, vielleicht sogar noch etwas aufzubauen.

Der andere Vorsatz ist, etwas abzunehmen. Derzeit sind es knapp über 90kg. Mein Ziel sind etwa 80kg. Das ist bei 1,90m Größe dann nicht mehr am oberen Ende meines BMI-Bereichs, sondern schön mittendrin. Und es sind 10kg weniger, die einen Berg hochpedaliert werden müssen. Oder die Möglichkeit, etwas mehr Ausrüstung bei noch immer geringerem Gesamtgewicht mitzunehmen. Ich hab mir 10kg in 10 Monaten vorgenommen, das sollte problemlos machbar sein. Ich fange damit an, meinen Fleischkonsum etwas zu reduzieren und nicht mehr so viel Zitronentee zu trinken, dafür mehr Wasser.

Eine Idee reift: Projekt Nordkapp

Schon als ich mir im Frühjahr ein ganz normales Tourenrad gekauft hatte und einige Kilometer hinter mir hatte wuchs der Wunsch, mal eine Radtour zu machen, die über kleine After-Work-Touren hinausgeht. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich daran, mal durch Ostfriesland zu fahren, durch Mecklenburg-Vorpommern oder entlang der Oder.

Der Frühling kam, der Sommer kam und ich wurde fitter. Fit genug eigentlich für Touren, aber es fehlte ein wenig die zeit und vielleicht auch noch das Selbstvertrauen. Doch der Wunsch wuchs.

Ich kaufte mir mein Liegerad. Und nachdem ich mich an das Fahren auf diesem Gefährt gewöhnt hatte wußte ich: Das ist es. Mit der Speedmachine erweiterte sich der Radius und die Möglichkeiten.

Im Herbst war ich dann gut genug im Training, um mit der Ostfriesland-Mini-Tour mal eine Art Generalprobe zu starten. Am Ende wußte ich, daß ich mehr will.

Meine Gedanken schweiften. Berlin-Kopenhagen? Mal von Berlin bis Tilburg fahren? Alles interessant. Aber alles viel zu klein, ich wollte mir höhere Ziele setzen. Ich las unzählige Tourberichte im Netz, von Menschen die mit dem Tourenrad oder dem Liegerad unterwegs waren. Und eine Sache faszinierte mich dabei besonders: das Nordkapp. Dieser (fast) nördlichste Punkt Europas. Tausende Kilometer von zu Hause. Der Weg dahin gepflastert mit Prüfungen. Mücken, endlose Waldlandschaften in Schweden oder unzählige Anstiege in Norwegen. Das alles, um zu einem Ort zu gelangen, in einer kargen Landschaft gelegen – die Baumgrenze liegt dort auf Meereshöhe – und oft kühl oder regnerisch. Ein Ort, der mehr durch seine Symbolkraft glänzt als durch seine Schönheit. Aber eben dieses symbolische macht aus dem Nordkapp ein so faszinierendes Ziel. Für den Norweger ist die Durchquerung seines Landes von südlichsten Punkt in Lindesnes zum nördlichsten am Nordkapp so etwas wie für den Muslim die Reise nach Mekka.

Auf dieses Ziel heißt es nun hinzuarbeiten. Mein Wunsch wäre es, diese Reise 2010 in Angriff zu nehmen. Gerne zu zweit oder zu dritt, notfalls auch alleine. Für die Streckenplanung bleibt viel Zeit, das Jahr 2009 sollte mir Gelegenheit für vorbereitende Touren geben, um einzuschätzen, wieviele Kilometer am Tag zu schaffen sind, um die Ausrüstung zu optimieren. Nur eine Frage war dringend: Wie im Winter die Fitness erhalten? Wie gut, daß man kurz vor Weihnachten immer ein offenes Ohr für Wünsche findet. Ein Rollentrainer mußte her, um nach dem Winter gleich durchstarten zu können.

Tückischer Schleicher

Gestern hab ich mich das erste mal bei richtig Geschwindigkeit hingelegt. Nachdem mein Mantel weges des Schadens durch den Platten Utrecht Anfang Oktober doch etwas ramponiert war, habe ich den gleich inklusive Schlauch (wegen des Ventils) mit auswechseln lassen, als die Lowrider angebaut wurden.

Leider hatte die neue Kombination wohl einen schleichenden Platten. Es war nicht zu sehen, allerdings war nach ein paar tagen wohl genug Luft raus, damit unter Belastung der Reifen umklappt. Bei einem Schlenker in einer Kurve am Breitenbachplatz erwischte es mich. Durfh das Umklappen des Mantels vorne rutschte danach gleich noch das Hinterrad weg und ich hab mich bei ca. 20 km/h auf die Seite gelegt.

Die linke Kurbel war verbogen, so daß ich nur unter Mühe zurückfahren konnte, mir ist aber bis auf einen blauen Fleck am Knie nichts passiert. Auf dem Aufrechtrad hätte die Aktion vermutlich anders ausgesehen!

Montag früh hab ich das Problem dann beim Fahrradladen gegenüber beheben lassen, war weniger teuer als erwartet. Und vermutlich das erste mal, daß der Mensch an einem Liegerad geschraubt hat. Schon abends hatte ich das Rad mit dem ausgetauschten Teil wieder!

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