Spring15: Gap / Briançon

Der Morgen erwartete uns mit sonnigem Wetter, einem reichhaltigen Buffet zum Frühstück und einer weniger als erwartet befahrenen Strasse vor der Tür.

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Doch dann kam alles anders: als wir nach dem Frühstück ins Zimmer zurück kamen, um die letzten Dinge zu packen und aufzubrechen, entsorgte Micha sein Frühstück im Klo. Das ist definitiv nicht der Zustand für eine Etappe über 90km und diverse Höhenmeter bei Temperaturen jenseits der 25°C und praller Sonne den ganzen Tag.
Zunächst legten wir eine kleine Ruhepause auf dem Zimmer ein, bis Micha sich besser fühlte, dann besorgten wir beim nahen Decathlon isotonische Mineralstoffdrinks, um die vom Vortag leeren Reserven aufzufüllen.
Da es von Gap nach Briançon eine Bahnverbindung gab und der Bahnhof sehr nahe war, machten wir uns dorthin auf den Weg und saßen dann auch bald im Zug.
Wie gut und richtig die Entscheidung war, konnten wir an einer 11%-Rampe in Briançon sehen, den schon die wenigen hundert Meter waren fast zu anstrengend für Micha, der ja quasi kein Frühstück innehatte.

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Nach einem Stopp beim Supermarkt suchten wir uns ein Hotel, das günstig zur Altstadt und an der Strasse in Richtung Pass gelegen war. Obwohl es offiziell noch deutlich zu früh war, durften wir sofort aufs Zimmer. Nach Duschen und Ausruhen ging es zum Mittagessen, langsam kehrten auch bei Micha die Lebensgeister zurück. Wir konnten anschliessend sogar noch einen Bummel durch die Altstadt machen.
Eine weitere ausführliche Pause im Hotel machte uns schliesslich fit für den Abend. Ich nutzte die Zeit, um auf dem Tablet für den folgenden Tag die Strecke umzuplanen – Ortskundige hatten uns dringend geraten, über den Col d’Echetel statt über Montgenevre zu fahren. Der zusätzliche Weg betrug gerade 10km, dafür kaum Verkehr, ein schönerer Pass und ein etwas leichterer Anstieg.
Abendessen genossen wir in der Altstadt, nach ein paar Fotos ging es dann zurück ins Hotel. Die Ruhe schien Micha zu bekommen,  so dass wir guter Hoffnung für den kommenden Tag waren.