Bad Hersfeld – Reinhardshagen

Nach dem Ruhetag in Bad Hersfeld machte ich ich mich gegen 09:30 Uhr auf, um der Fulda nördlich bis zur Weser zu folgen. Wie am Vortag liegt morgens noch dicker Nebel im Tal, wobei sich das ganze zum Zeitpunkt meiner Abfahrt bereits anfängt zu lichten.

Der Nebel lichtet sich

Vom Hotel rolle ich über wenige kleine Straßen Richtung Fuldatal, das sich als Grünstreifen durch die Landschaft und an der Stadt vorbei windet. Die Radroute kringelt und eckt sich wie üblich auf kleinen Wegen durch die Landschaft, während die in weiter Entfernung parallel laufende B27 in sanften Schleifen deutlich weniger Kilometer macht. Aber da will man als Radfahrer ja auch nicht unterwegs sein.

Obwohl die Fachwerkhäuser am Radweg einladend aussahen, rollte ich durch Rotenburg an der Fulda nur hindurch, ich wusste noch nicht genau, wie weit ich heute fahren würde. Angesetzt hatte ich zwar nur etwa die halbe Strecke zwischen Bad Hersfeld und Höxter, aber die Beherbergungssituation hatte mich auf dieser Reise ja bereits mehrfach in Bedrängnis gebracht.

Fahrradseilbahn über die Fulda

Mehrfach querte die Radroute die Fulda, meist auf Brücken. Manchmal folgte ich auch lieber abseits der ausgewiesenen Route den ruhigen Straßen, entweder um wirklich unnötige Schlenker abzukürzen oder aber um schlechte Wegbeschaffenheit zu vermeiden. Eine (zeitliche) Abkürzung über die Straße musste ich dann aber doch definitiv auslassen und zwischen Binsförth und Beiseförth die Fahrradseilbahn nutzen. Als ich ankam, kurbelten sich gerade zwei Radfahrer vom gegenüberliegenden Ufer herüber, auf meiner Seite saß ein Paar, das aber keine besondere Eile hatte und mir den Vorrang ließ. Ein anderer Radfahrer mokierte sich hingegen über die Verzögerung und anstatt gemeinsam mit mir über die Fulda zu kurbeln, zog er es vor, die Straße zu nehmen. Obwohl ich die Seilbahn noch bis zur Mitte des Flusses den zurückgebliebenen entgegenkurbelte, dauerte es keine 15 Minuten, bis ich den ruhelosen E-Biker auf der folgenden Strecke überholte.

Neben diversen Brücken erwartete mich auch noch eine Fähre kurz vor Kassel – wo ich eigentlich Essenspause machen wollte. Bei der Einfahrt aus Süden kam ich auch an diversen Möglichkeiten vorbei. Diese liegen zu lassen war dann aber auch wirklich dämlich, denn ab Kassel Zentrum kam nichts mehr am Radweg, außer der Erkenntnis, dass Hannoversch Münden als Tagesziel nicht praktikabel war, da es keine Übernachtungsmöglichkeiten gab – mal wieder alles voll. So telefonierte ich in einer Riegelpause die weiteren bei Bett&Bike gelisteten Unterkünfte an der Strecke ab und fand eine Möglichkeit in Reinhardshagen/Veckerhagen.

Fahrradbrücke

Abends angekommen machte ich mich nach der Dusche noch auf den Weg zum Supermarkt, um die kleinen Vorräte wieder aufzufüllen, dann gab es in der Unterkunft ein leckeres Abendessen mit Wildgoulasch aus der Region.

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